Prague, beautiful and magic (MATS B/week 4)

map sketches Petra Haemmerleinova

map prague by petra haemmerleinova

Editorial was this week´s market in MATS. A great market offering a lot of opportunities. Fashion magazines, newspapers, books, trend reports, the list is endless. And Lilla picked a wonderful theme for our assignment. Wonderful, because everybody could do it in his very own way and we get to know each other in the class better, as we were supposed to draw a map of our residence place.

We live in a city with 100.000 citizens in the middle of Bavaria. O.K., but nothing exciting to tell about. No famous people, no spectacular landscapes, no ocean, mainstream architecture. I started with a brainstorming but ended quickly. My husband, being born here and loving this area, couldn´t help. He suggested I should create a map of Prague, my birth city, which I love and miss so much. I don´t like cheating, so this was not an option, my residence city is definitely Erlangen. Regardless the given facts I started a list with things I would like to incorporate into a map of Prague. Next to the one with Erlangen´s highlights. Silly, but pretty effective. Erlangen, hiding in the corner of my paper, Prague overloading it. And this time I decided not to be rational, but follow the voice of my heart.

What a great decision. I couldn´t stop drawing things I love in Prague and wished the briefing would give us a template five times larger. I narrowed myself down to the very old central part of Prague, including the castle Hradcany , the famous Charles Bridge, Franz Kafka, Bedrich Smetana, the composer of the “Vltava” symphony, the old jewish quarter with the jewish museum and cemetery, the National Theater, the Petrín Park. The first six years of my life I spent in an apartment within five minutes walking distance from the Castle and I walked all the places you see on my map with my mum. I still remember this old gentleman walking through the alleys near Hradcany and lighting the street lamps by hand. Sometimes he let me help him to my delight. Prague is magic, especially now in autumn, when weather is foggy. My aunt, who died two years ago, used to read  me from a ghost book assembling all the fascinating stories about the nun wearing her head under her arm, the fire ghost, the gipsy dancing everybody meeting her to death. Each story was beautifully illustrated by Neprakta and told you when and where exactly you can meet the ghost. This is just to explain the weird creatures on my map.

I tried to show all the places I would take a friend to on my map, having just one day in Prague. Unfortunately there wasn´t any space left for the famous “Cafe Slavia”, where, if you are lucky, you can enjoy your coffee by listening to live piano music having the most beautiful view of the Castle (even better when it is dark outside). Or “Coffee Savoy”, a wonderful art nouveau Coffee next to Vltava River. You can have a nice lunch there (don´t take the cakes, they are not worth their money, but go down to the toilettes and watch the pastry chef through a glass wall preparing them) and sometimes meet some czech celebrities. If you wish to try some Czech traditional cuisine, don´t miss “Malostranska Beseda”, a restaurant on the “Malá Strana” (Little Square), where you can have an excellent Gulas or Svickova with beer. From there, you can walk the Nerudova Street up to the Castle to get rid of all the calories Czech food is full of. After visiting the Castle, being overwhelmed by all the beauty breathing history everywhere, you might want to take a walk through Petrín Park. Having still enough energy and no acrophobia like me? Climb the Petrínská rozhledna, which will reward you with a spectacular view over Prague. This look-out was built in 1891 on the occasion of the upcoming world exhibition taking place in Prague, unmistakably inspired by the Eiffel Tower in Paris. If you are accompaninied by children, the mirror labyrinth might be a good option in Petrin. If you are not fond of exploring Prague by foot, the Tram 22 brings you to all these places, but I recommend walking.

It seems like I should write an illustrated Prague guide. I could go on forever, sharing everything with you I love about Prague. Have you already been there? Did you love it as much as I do? Let me know your Prague impressions.

And don´t miss to look out for some other maps of MATS students, they all are so great.

*

Editorial war das Thema dieser MATS Woche. Sehr aufregend, viele Möglichkeiten. Modezeitschriften, Zeitungen, Bücher, Trendreports, nur um ein paar zu nennen. Und Lilla hat ein wunderbares Thema für uns ausgesucht. Eins, daß es uns ermöglichte, in unserem ganz eigenen Stil zu arbeiten (wozu uns Lilla immer wieder ermutigt) und den anderen Kursteilnehmern unsere kleine Welt etwas näher zu bringen. Eine Karte sollte es werden, eine Karte des Ortes, an dem wir leben, mit all seinen kleinen Besonderheiten.

Wir leben in einer 100.000 Einwohner Stadt in der Mitte Bayerns. Ganz in Ordnung, aber nichts Aufregendes. Keine berühmten Persönlichkeiten, keine atemberaubende Landschaft, kein Ozean, gewöhnliche Architektur. Ich begann mit einer Brainstorming-Liste, die schnell fertig war. Mein Mann, der hier geboren ist und seine Heimat liebt, konnte auch nicht helfen. Er schlug vor, daß ich doch lieber eine Karte von Prag, meiner Geburtsstadt, zeichnen sollte, die ich sehr liebe und vermisse. Ich mag keine Schummeleien, also schien mir dies keine gute Lösung, da mein ständiger Wohnsitz unbestreitbar Erlangen ist. Ungeachtet dessen begann ich eine neue Liste mit all den Dingen, die ich gerne in einer Karte von Prag zeichnen würde. Direkt neben die magere Liste mit Erlanger Sehenswürdigkeiten. Dumm, aber sehr eindrucksvoll. Armes Erlangen, sich klein und verschreckt in einer Ecke duckend, daneben das alles überschattende Prag. Und ich entschied mich, dieses Mal nicht vernünftig zu sein, sondern dem Ruf meines Herzens zu folgen.

Was für eine phantastische Entscheidung! Phantastisch und befreiend. Ich konnte nicht aufhören, Dinge zu zeichnen, die ich an Prag liebe und wünschte, das vorgegebene Format wäre fünfmal größer. Ich beschränkte mich auf den alten Teil im Prager Zentrum, einschließlich der Burg Hradcany, der berühmten Karlsbrücke, Franz Kafka, Bedrich Smetana, des Komponisten der Moldausymphonie, der alten jüdischen Gemeinde samt Friedhof, des Nationaltheaters, des Parks auf dem Laurenziusberg. Die ersten sechs Lebensjahre wohnte ich in einer Wohnung, die nur fünf Gehminuten von der Prager Burg entfernt war und spazierte über die Plätze auf meiner Karte immer mit meiner Mama. Ich erinnere mich immer noch an den alten Herren, der durch die engen Gasse um Hradcany lief und von Hand die Strassenlaternen entzündete. Manchmal durfte ich ihm zu meinem Entzücken helfen. Prag hat etwas magisches, märchenhaftes, besonders jetzt im Herbst, wenn es neblig wird. Meine Tante, die vor zwei Jahren starb, las mir manchmal aus einem Gespensterbuch vor. Es war voll wonnig-grusliger Geschichten über Nonnen, die ihren abgetrennten Kopf unter dem Arm tragen, über einen Feuermann, über eine wunderschöne Zigeunerin, die jeden, der ihr begegnet, zu Tode tanzt. Jede Geschichte war wunderschön mit Bildern von Neprakta illustriert und ließ den Leser wissen, wo und wann genau man dem jeweiligen Gespenst begegnen kann und welche Gefahr von ihm ausgeht. Das nur, um kurz die kleinen seltsamen Gestalten auf meiner Karte zu erklären.

Ich versuchte, all die Plätze zu zeigen, an die ich einen Freund mitnehmen würde, der nur einen Tag in Prag verbringen würde. Unglücklicherweise blieb kein Platz übrig für das berühmte Cafe Slavia, wo man mit etwas Glück seinen Kaffee mit live Pianomusik und einem unvergleichlichen Blick auf die Prager Burg geniessen kann. Vor allem, wenn es dunkel wird. Oder das Cafe Savoy, ein wunderschönes Jugendstilcafe in der Nähe der Moldau, wo man sehr gut speisen kann. Vergeßt die Torten, sie sind ihr Geld nicht wert, aber geht den Gang runter zu den Toiletten, wo man dem Konditormeister durch eine verglaste Wand bei seiner Arbeit zusehen kann. Manchmal kann man dort auch tschechische Prominenz antreffen. Falls Ihr traditionelle tschechische Küche kennenlernen möchtet, empfehle ich das Restaurant “Malostranska Beseda” auf der Kleinseite, wo man ein hervorragendes Gulasch oder Svickova mit Bier bekommt. Von dort kann man einen wunderbaren Spaziergang durch die Nerudova Strasse unternehmen, um die vielen Kalorien wieder loszuwerden, für die die tschechische Küche bekannt ist. Nachdem ihr die Burg besichtigt habt, überwältigt von all der Schönheit, die Geschichte auf jedem Schritt atmet, tut vielleicht ein Spaziergang auf dem Laurenziusberg gut. Habt ihr immer noch genug Energie und keine Höhenangst wie ich? Dann besteigt doch den Aussichtsturm, der 1891 anläßlich der bevorstehenden Weltausstellung in Prag gebaut wurde, unverkennbar dem Pariser Eiffelturm nachgebildet. Falls ihr in Begleitung von Kindern unterwegs seid, wäre das Spiegellabyrinth auf Petrin einen gute Alternative. Wer nicht gut zu Fuß ist, den bringt die Tramlinie 22 an all diese wunderbaren Plätze, aber ich empfehle das Laufen.

Vielleicht sollte ich einen illustrierten Prager Reiseführer herausgeben? Ich könnte ewig schreiben, um Euch mit meinem geliebten Prag bekannt zu machen. Wart Ihr schon einmal dort? Habt Ihr es so sehr gemocht wie ich? Beschreibt mir doch Euere Lieblingsplätze in Prag.

Und vergeßt nicht, nach anderen Karten der MATS Studenten Ausschau zu halten, sie sind alle phantastisch.

   

2 thoughts on “Prague, beautiful and magic (MATS B/week 4)

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