Sweet memories (MATS B / week 3)

Petra Hämmerleinova sketches scapbookingPetra_Haemmerleinova_memories

Reading the briefing for our last week´s assignment of MATS relegated me straight back to the time of my studies.  I had the luck to be blessed with two teachers who gave me so much and I still remember them with a warm, grateful feeling. One was Mrs. Mittenmeier, who was my teacher in graphic design and the history of art. A great lady. Second one was Mr.Veit, who taught us all about composition and colours. I loved him, but at least half of the class hated him. He could be pretty severe, but he knew exactly what he was talking about and he never was unfair to us (although he tended to be a bit choleric), except for one time. He had given us a homework, some technical drawings. Something the majority of us had never done before and he got very upset with the results. To punish us, he took an ugly black video camera out of his bag  and commanded us to draw it with copic markers from different angles. He gave us one hour to work on it and screamed that the drawings would be graded. The scribble technique with copics you usually use for storyboards was new to us and the subject matters (= ugly camera) didn´t make it better. Some tender girls started crying. I didn´t cry. I got very, very upset and drew like mad not paying attention to the result. Mr. Veit was very pleased with my camera and I got a 1 (best possible grade in Germany). This was the first and last time I drew a camera.

No wonder that some awkward memories came back when I read the briefing for our next assignment. The market we looked into this week was scrapbooking, a hobby I never heard of before. It seems to be more of an american thing, although you can create beautiful objects with the scrapbooking kits. Lilla asked us to draw some vintage cameras and typewriters for the mini exercise. But you know what? Vintage cameras and typewriters are beautiful objects to draw. No likeness to a nineties video camera. The briefing for the big assignment asked to create a scrapbooking page with different icons, boarders etc. to preserve memories. I´m not familiar with the scrapbooking market, but hardly can imagine a lot of guys sitting at home, drinking tea and scrapbooking. If there are some, please, excuse me. For this reason I went with a feminine colour palette and quotes related to love memories. I enjoyed this a lot, you can add a detail here, another there and I ended up with a lot of leftovers. I already created three patterns for papers going with my icons and plan to design a real scrapbooking kit.

Are you a scrapbooker? Let me see your creations!

*

Das Briefing für die letzte Aufgabe von MATS versetzte mich in meine Studienzeiten zurück. Ich hatte das Glück, mit zwei herausragenden Dozenten gesegnet zu sein, denen ich alles verdanke, was ich heute über Graphikdesign weiß. Noch heute denke ich gerne voller Dankbarkeit an beide zurück. Die erste war meine Dozentin für Graphikdesign und Kunstgeschichte, Frau MIttenmeier. Eine tolle Dame. Der zweite war Herr Veit, dem ich mein Wissen über Komposition und Farblehre verdanke. Ich liebte ihn, aber mindestens der Hälfte der Klasse war er verhaßt. Er konnte ziemlich streng sein, war aber niemals ungerecht (obwohl er manchmal zu cholerischen Anfällen neigte), bis auf ein einziges Mal. Er hatte uns eine Hausaufgabe gegeben, wir mußten einige technische Zeichnungen machen, etwas, was die meisten in der Klasse nie zuvor gezeichnet hatten. Die Ergebnisse fielen entsprechend aus und Herr Veit war über unsere Leistungen äußerst ungehalten. Um uns zu bestrafen, holte er eine häßliche Videokamera aus seiner Tasche und gab uns eine Stunde, um sie mit Copic-Markern aus verschiedenen Winkeln zu zeichnen. Die Scribble-Technik mit Copics, die man oft zum Zeichnen von Storyboards in der Werbebranche benutzt, war uns wenig vertraut und das Objekt (= häßliche Videokamera) machte die Sache nicht viel besser. Um den Druck zu erhöhen schrie Herr Veit uns an, daß die Arbeit benotet wird. Einige zartbeseitete Mädchen fingen an zu weinen. Ich weinte nicht. Furchbar wütend fing an an, wie verrückt zu zeichnen. Das Ergebnis war mir völlig egal, Kollektivstrafen konnte ich noch nie etwas abgewinnen. Herr Veit war mit meiner Kamera sehr zufrieden und ich bekam eine Eins. Das war das erste und bisher letzte Mal, daß ich eine Kamera zeichnen mußte.

Kein Wunder, daß ein paar unliebsame Erinnerungen hochkamen, als ich das Briefing für die nächste Aufgabe las. Der Markt, den uns Lilla diese Woche näher brachte, war Scrapbooking. Ein Hobby, über das ich nie vorher gehört hatte und das wohl in Amerika ziemlich verbreitet ist. Ich glaube, im Deutschen gibt es nicht einmal einen Namen dafür. Allerdings kann man mit manchen Scrapbooking Kits wunderschöne Sachen basteln. Lilla bat uns, für die Vorübung ein paar alte Photoapparate und Schreibmaschinen zu zeichnen. Und wißt ihr was? Ein alter Photoapparat hat mit einer häßlichen Neunzigerjahrekamera rein gar nichts zu tun. Laut Briefing für die große Aufgabe sollten wir eine Seite mit mit Thema “Erinnerungen aufbewahren” gestalten. Ich kenne den Scrapbooking-Bereich nicht, kann mir aber kaum einen Mann vorstellen, der zu Hause sitzt, Tee trinkt und Bildchen in hübsch gestaltete Alben einklebt. Falls es solche gibt, entschuldige ich mich vielmals. Deshalb habe ich mich für einen weibliche Farbpalette entschieden und bin in die Richung “Liebeserinnerungen” gegangen. Ich hatte viel Spaß. Man kann hier und dort ein Detail hinzufügen und am Schluß hatte ich ziemlich viele hübsche “Reste”. Ich habe bereits drei Muster für Papiere entworfen, die zu meinen Motiven passen und plane, ein ganzes Scrapbooking Set zu entwerfen.

Seid ihr leidenschaftliche “Scrapbooker”? Zeigt mir Euere Kreationen!

12 thoughts on “Sweet memories (MATS B / week 3)

  1. Ich bin auch keine Scrapbookerin und habe auf einer großen Hobby-Messe in leipzig vollkommen erstaunt und fasziniert vor den MASSEN an Scrapbooking-Materialien gestanden. Und ich hätte mir eigentlich wirklich gerne irgendwas von den Sachen gekauft, war mir aber fast sicher, dass ich sie nie verwenden würde🙂

    Ich bin gespannt auf Dein Set!

    • Liebe Suse, dass ich aber schön, einen Besuch und sogar Kommentar von der tollen, von mir viel bewunderten RevoluzZza zu bekommen. Ich finde Basteln auch toll, aber meist fehlt mir leider die Zeit. Ich habe ja vor einiger Zeit ein RevoluzZza Monster, bei uns Vampir Anton genannt, genähnt und warte gespannt auf ein neues Tutorial.
      Nochmal danke fürs Vorbeischauen.
      Petra

  2. Wie gut, dass man deinem Design das Trauma nicht ansieht.😉 Auf das Set bin ich schon sehr gespannt, wird bestimmt wunderschön – ich glaube du kannst dich schon auf morgen freuen!😉
    Janna

    • Danke sehr, liebe Janna.
      Heute habe ich bei Tschibo ein ganzes Regal gesehen, daß man definitiv der Abteilung “Scrapbooking” zuordnen könnte: verschiedene Papiere, Kärtchen, Anhänger, Aufkleber, washi tapes etc. Teuer, aber teilweise recht hübsch. Bei den naturfarbenen Tütchen mußte ich gleich an deine wunderschönen Tütchen und Geschenkverpackungen von Deinem Blog denken (hier zu finden http://www.tabula-rosi.de/2012/12/18/geschenke-einpacken-diy/).
      Auf Mittwoch freuen? Meinst Du Review oder die herausfordernde Aufgabe, Erlangen/Bayern doch noch etwas Aufregendes abzugewinnen? Da hätte ich liebe Hamburg. Goße Schiffe im Hafen, Schlittschihlaufen auf der Alster, viel Regen. Obwohl ich noch nie dort war, hätte ich da einige Ideen. Na ja, vielleicht kommt im Briefing doch etwas ganz anders.
      Liebe Grüße
      Petra

      • Ich meine natürlich den Review!! Erlangen stelle ich mir auch schwierig vor – wobei Bayern an sich ist doch toll!? Oder ist das Franken? Da gibt’s ja feine Unterschiede, die ich als Nordlicht natürlich nicht so kenne. Bei Hamburg hat man eher das Problem, dass einem zuviel einfällt. Letzendlich kommt es doch sowieso eher auf das “wie” an und weniger auf das “was”. Mach doch einfach Prag! Ansonsten hilft dir vielleicht das hier weiter.😉 http://www.youtube.com/watch?v=WKA5jY2S05g

      • Ja, das geniale Lied (voher kennst Du das?) sagt mit einem einzigen Satz alles, was man über Erlangen sagen kann. Ich habe schon ernsthaft erwogen, Prag zu nehmen, aber das kommt mir wie Schummeln vor. Erlanger Sehenswürdigkeiten zu googeln macht auch nicht mehr Mut.
        Erlangen liegt tatsächlich in Franken/Bayern, aber eingefleischte Franken wie mein Mann bestreiten vehement, etwas mit Bayern zu tun zu haben. Neid, Neid auf New Yorker, Melbourner, Berliner, Barceloner, Römer, Londoner, ……endlos fortsätzbar. Ich wußte schon immer, warum ich hier nicht bleiben will.

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